Windows braucht Treiber für unbekanntes Gerät – gelbes Ausrufezeichen!

Ein neu aufgesetztes Windows, ein Update von Windows 7 oder 8 auf die Version 10 und das neue Glück trübt sich subito mit dem ersten Blick in den Geräte Manager hinter der Systemsteuerung. Ein gelbes, störendes Ausrufezeichen teilt uns mit, dass eine möglicherweise kryptisch anmutende Hardwarekomponente nicht weiter gefunden werden kann. Es fehlt ein Treiber! Der Versuch Windows  den Treiber selbsttätig aus dem Internet finden zu lassen scheitert oftmals. Benutzer mögen nun denken, „really“? Was ist nun zu tun?

Auf der Jagd nach Treibern führen viele Wege nach Rom:

1.) Vorher Treiber  sichern
Mit dem Programm „double driver“ können Treiber gesichert und auch wiederhergestellt werden.
Bevor Du Windows neu aufsetzt, gab es meist ein altes Windows, welches mit allen Treibern ausgestattet war. „double driver“ kann alle von Dir ausgewählten Treiber als gepacktes ZIP-Archiv, oder als Ordnerstruktur sichern. Wir empfehlen sowohl das Programm „double driver“, als auch den gesicherten Ordner auf einen USB-Stick zu sichern, um diesen für ein neu installiertes Windows parat zu haben. Die Chance steht oft gut, dass ein neueres Windows diese Treiber nutzen kann, wo eine Installation vom Hersteller unter Umständen scheitert. Treiber sind oft in Installationsroutinen „verpackt“, welche nur für das ursprünglich angedachte Windows funktioniert. Hat der Hersteller den Treibersupport eingestellt, wird sich oft nicht die Mühe gemacht den Treiber in eine kompatible Installationsroutine neu zu „verpacken“ und die Installation scheitert bereits daran.

2.) Direkt bei dem Hersteller
Funktioniert Punkt eins nicht, geht es zum Hersteller. Dies ist immer sinnvoll, da auch möglicherweise ein aktuellerer Treiber existiert der eventuell stabiler, sicherer oder funktioneller ist, als der vorherige. Ladet nur einen Treiber von der Originalseite herunter, bspw. bei einem Sony Vaio Laptop wirklich die Seite www.sony.com besuchen, bei einer realtek Sound- oder Netzwerkkarte www.realtek.com usw. Nur eine vertrauensvolle Quelle bietet auch einen sicheren Treiber. Viele Seiten nutzen die Misere von Suchenden aus und bieten vermeintliche Treiberlösungen an. Oftmals handelt der Benutzer sich Schadsoftware ein, oder liegt einer anderen Falle auf.
Wie finde ich den Hersteller einer unbekannten Hardware?
Geh wie folgt vor:
Gerätemanager -> Systemsteuerung -> unbekanntes Gerät mit rechter Maustaste anklicken -> Eigenschaften -> Details -> dann unter Eigenschaften „Hardware ID’s“ anklicken.

VN steht für Vendor und meint den Hersteller,  DEV steht bspw. für Device und gibt das Gerät selber an. Ein Register zur Identifikation findet sich unter http://pci-ids.ucw.cz/read/PC/

Beispiel:

PCI\VEN_10EC&DEV_8168&SUBSYS_81681849&REV_06

Die Identifikation ergibt:
„RTL8111/8168/8411 PCI Express Gigabit Ethernet Controller“

Mit dieser Information werden wir aller Voraussicht nach fündig bei www.realtek.com.

3.) Treiberupdatesoftware
Es gibt viel Software die sich mit der Aktualität der Treiber beschäftigt. Beispiele hierfür sind „Driver Booster“, oder „Driver Max“. Driver Booster ist zumindest in der Treiberrenovierung kostenfrei, findet aber nach unserer Erfahrung weniger Treiber als „Driver Max“. Wir empfehlen zunächst „Driver Booster“ alle Treiber finden zu lassen, da „Driver Max“ pro Tag nur zwei Treiberupdates kostenfrei anbietet. Installiert die Software direkt nach dem neu aufgesetzten Windows. Sind alle Treiber aktualisiert worden sollte die Software nach verrichteter Arbeit wieder deinstalliert werden. User mit höherem Sicherheitsbedürfnis können auch folgenden Weg gehen:
Installiert Windows, lasst Driver Booster/Driver Max die Treiber aktualisieren, Sichert die Treiber mit „double driver“ auf einen USB-Stickt, installiert Windows erneut, und stellt die Treiber mit
„double driver“ wieder her.

4.) Kompatibilitätsmodus
In einigen Fällen hilft die Installation im Kompatibilitätsmodus. Dies geht wie folgt:

a.) Rechtsklick auf die bereits entpackte und ausführbare Datei/Treiber die installiert werden soll
b.) Klick auf Eigenschaften
c.) Wähle den Karteireiter / Tab „Kompatibilität“
d.) Das Häckchen aktivieren für „Kompatibilitätsmodus“
e.) Wählt das Betriebssysstem aus
f.) ÜbernehmenWir zeigen wie das in Windows 10 funktioniert!

5.) Virtualisierungssoftware
Reißen alle Stricke und soll trotz des fehlenden Treibers das neue Betriebssystem genutzt werden kann Virtualisierungssoftware helfen. Manche Peripherie oder Hardware ist einfach nicht kompatibel mit Windows 7, 8 oder 10. Eine letzte Möglichkeit ist, unter dem neuen Windows mit Virtualisierungssoftware das alte Betriebssystem zu simulieren in einem eigens dafür geöffneten Fenster. In dieser „virtualisierten“ Form des alten Windows funktioniert alle wie gehabt. Hier kann der USB-Anschluss, oder die Ressource durchgereicht werden und in der Virtualisierung rüstet man den Treiber nach. Gerade bei Scannern, oder auch Nadeldruckern kann so etwas ein umständlicher, aber gangbarer Weg sein.

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